Griechenland erneut „gerettet“?

Griechenland ist erst mal wieder flüssig“, meldet Tagesschau.de. Der deutsche Bundestag billigte trotz mehrerer Dutzend Gegenstimmen aus der CDU das nächste teure Hilfspaket für Griechenland. Die Finanzminister der Eurozone genehmigten daraufin eine erste Sofortzahlung in Höhe von 23 Milliarden Euro nach Athen. Wird das gut gehen, diesmal? [Kommentar]

„Griechenland ist erst mal wieder flüssig.“ Eine Überschrift von subtiler Parodie. Übersetzt bedeutet dies, im Klartext: Einem hoffnungslos überschuldeten Land wird erlaubt sich erneut weiter zu verschulden.

Nur: Wer zahlt die Zeche? (Wieder einmal) Wer profitiert? Wie soll Griechenland auch längerfristig vor der Pleite bewahrt werden? Kommt von den Hilfsgeldern überhaupt irgend etwas beim gebeutelten, griechischen Georgios Normalverbraucher an? Mich dünkt: Mit einer gehörigen Bluttransfusion wurde der röchelnde Notfallpatient nochmal am Leben erhalten. Aber es ist nicht absehbar, wie er jemals von der Intensivstation wegkommen wird. Währenddessen muss die Krankenkasse weiter blechen, und dem Krankenhaus bleibt der lukrative Kunde erhalten.

Ergo: Irgend ein Akteur mit Einfluss muss es geben, der von dieser irrationalen Dauerhängepartie – indirekt – finanziell gewaltig profitiert. Wäre dem nicht so, so wäre der Patient Griechenland-Euro längst in ein Hospiz verlegt worden, wo er endlich seine Schmerzen loslassen könnte und einer besseren Wiedergeburt als neue Währung entgegensehen würde.

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